Donnerstag, 29. März 2012

In der kindllichen Vorstellungswelt gefangen?

Beobachten, lauschen, in sich aufnehmen und wirken lassen. Noch genauer beobachten, intensiver lauschen und wachsen lassen. Das ist Wissen schöpfen.

Alexander Wagandts Gespräche mit Jo Conrad bestätigte einige meiner Empfindungen, Ahnungen und Denkansätze. Seine Gedanken und Ausführungen könnten für manch Interessierten einen Schlüssel zum Verstehen liefern.


Leben wir nach einem kindlichen Weltbild?

Sprache aus verschiedenen Ebenen betrachtet


Paulinchen

Freitag, 23. März 2012

Lass dein Licht leuchten

Das Genie benutzt die einfachsten Ideen.
Charles Peguy

Weit von hier entfernt in einer kleinen Stadt hatte ein junger Mann sein Geschäft eröffnet - einen Krämerladen an der Kreuzung zweier Strassen. Er war ein guter Mann. Er war ehrlich und freundlich, und die Menschen mochten ihn. Sie kauften seine Waren und erzählten ihren Freunden von ihm. Als sein Geschäft floriere, vergrößerte er den Laden. Im Laufe der Jahre machte er aus seinem Geschäft eine große Ladenkette.

Eines Tages wurde er ins Krankenhaus eingeliefert, und die Ärzte befürchteten, dass er nicht mehr lange leben würde. Also rief er seine drei erwachsenen Söhne zusammen und erzählte ihnen Folgedes: "Einer von euch soll mein Nachfolger in dem Unternehmen werden, das ich über Jahre aufgebaut habe. Um entscheiden zu können, wer von euch sich am meisten dafür eignet, die Firma zu übernehmen, werde ich jetzt jedem von euch einen Dollar geben. Geht hinaus und kauft etwas mit diesem Dollar, und wenn ihr heute Abend an mein Krankenbett zurückkommt, soll das, was ihr für den Dollar gekauft habt, den ganzen Raum von einer Ecke zur anderen füllen."

Die Söhne waren ganz aufgeregt bei der Aussicht, solch ein erfolgreiches Unternehmen führen zu dürfen. Sie gingen in die Stadt, um etwas für den einen Dollar zu kaufen. Als sie am Abend zurückkamen, fragte der Vater:

Sohn Nummer eins, was hast du mit deinem Dollar gemacht?"

"Nun, Dad", sate der Sohn, "ich ging zur Farm meines Freundes, gab ihm meinen Dollar und bekam dafür zwei Fuder Heu." Er ging kurz nach draußen und holte die beiden Heufuder. Er schnitt sie auf und fing an, das Heu in der Luft zu verteilen. Einen Moment lang war der Raum voll von Heu. Nach wenigen Augenblicken aber lag das Heu auf dem Boden verstreut und füllte nicht mehr den Raum von einer Ecke bis zur anderen, wie es der Vater gefordert hatte.

Gut, Sohn Nummer zwei, was hast du mit deinem Dollar gemacht?"

"Ich bin ins Kaufhaus gegangen und habe zwei mit Federn gefüllte Kopfkissen gekauft. "Er holte die Kopfkissen herein, machte sie auf und verteilte die Federn im ganzen Raum. Nach und nach sanken jedoch alle Federn zu Boden, und der Raum war immer noch nicht gefüllt.

"Und du, Sohn Nummer drei", sprach nun der Vater, "was hast du mit deinem Dollar getan?"

"Ich nahm meinen Dollar, Dad, und ging zu so einem Laden, wie du ihn vor Jahren gehabt hast", erzählte der dritte Sohn. "Ich gab dem Besitzer meinen Dollar mit der Bitte, ihn zu wechseln. Fünfzig Cent gab ich für etwas wirklich Wertvolles aus, genau wie es in der Bibel steht. Dann gab ich zwanzig Cent an zwei Wohltätigkeitsorganisationen in unserer Stadt. Zanzig weitere Cent stifetet ich der Kirche. Ich hatte jetzt also noch zehn Cent. Und von diesen zehn Cent habe ich zwei Sachen gekauft."

Der Sohn fasste in seine Tasche und holte eine Kerze und eine Steichholzschachtel heraus. Er zündete die Kerze an, machte das Licht aus, und der Raum war gefüllt. Von einer Ecke zur anderen war der Raum voll - nicht mit Heu und nicht mit Federn, sondern mit Licht!

Der Vater war hocherfreut. "Gut gemacht, mein Sohn. Du wirst mein Nachfoger werden, denn du hast eine wichtige Sache im Leben verstanden. Du hast begriffen, dass du dein Licht leuchten lassen musst. Und das ist gut."
Nido Qubein

Aus: "Viel mehr Hühnersüppchen für die Seele"
Jack Canfield / Mark Victor Hansen

Dienstag, 20. März 2012

"Doch wer die Banknoten liebt, der mache Politik."

Nach 38 Jahren bedauerlicherweise aktueller denn je.

Reinhard Mey - Was kann schöner sein auf Erden, als Politiker zu werden

Was kann schöner sein auf Erden als Politiker zu werden

Weil man mich zu Recht für einen Trottel hält,
Weil man mir die Mannequin-Karriere verstellt,
Weil das Mambotanzen sich nun auch nicht mehr lohnt,
Weil auf dem Mambokönigthron bereits ein anderer thront,
Weil ich pleite, faul, gefräßig bin, entscheide ich prompt,
Daß für mich nur ein erholsamer Beruf in Frage kommt.
So komm‘ ich um die Erkenntnis nicht umhin,
Daß ich wohl zum Staatsmann geboren bin,
Denn wie sagte doch beim Vorbild Fred Kasulzke einmal
Nach seinem elften dicken Immobilienskandal:
Wer die Noten liebt, der mache Musik,
Doch wer die Banknoten liebt, der mache Politik.

Was kann schöner sein auf Erden
Als Politiker zu werden.
Vom Überfluß der Diäten
Platzen dir die Taschen aus den Nähten.
Du kannst dir auf leisen Sohlen
Dein Schäfchen ins Trock‘ne holen.
Prost! Es lebe die Partei!
Frisch und fromm und steuerfrei!

Etwas Anständiges hab‘ ich Gott sei Dank nicht gelernt,
Hielt mich stets vom rechten Pfad der Tugend entfernt,
Und so steht, wenn ich mir meine Fähigkeiten überleg‘,
Einer Laufbahn als Politiker schon gar nichts mehr im Weg.
Außerdem hab‘ ich noch ein paar Trümpfe auf der Hand.
Mir sind von ‘nem Minister ein paar Dinge bekannt,
Durch Kasulzkes Immobilien-Firma ist er mir vertraut,
Denn der hat dessen Maitresse einen Swimmingpool gebaut,
Und zum Dank und dafür, daß die Frau Minister nichts erfährt,
Hat er ihm den Auftrag für eine Sozialsiedlung beschert.
Dabei fiel für den Minister noch ein Bungalow mit an,
Und Kasulzke baut noch achtzig Kilometer Autobahn.

Was kann schöner sein auf Erden...

Der Minister, der sich während jeder Sitzung schlafend stellt,
Tut als ob er, wie die andern, nur sein Mittagsschläfchen hält,
Hat dabei die Ohren offen und verdingt sich als Spion
Bei der Rechten, bei der Linken, bei der Opposition.
Dieses Wissen bringt mir mehr als ein Hochschulstudium ein
Und beschleunigt die Beamtenlaufbahn ungemein.
Wenn dem Mann an seinem Amt liegt, und es lieg ihm sehr daran,
Dann versteht er, daß er auf mich nicht verzichten kann.
Wenn ich dann die schwere Bürde meines hohen Amtes trag‘,
Dann erlaub‘ ich mir den ersten Beratervertrag,
Kassier‘ von jedem Rüstungsauftrag Provision
Und beginn‘ eine Kampagne gegen Korruption.

Was kann schöner sein auf Erden...

Früher hatte ich vor Wahlen noch Gewissensqualen,
Heute wähl‘ ich die, die am meisten dafür zahlen.
Und geht irgendwann die Fraktion baden dabei,
Dann hör‘ ich auf mein Gewissen und wechsle die Partei.
Unter meinesgleichen habe ich mich bestens bewährt,
Darum wird mir nächstens das Verdienstkreuz beschert,
Und ich werd‘ vom Papst empfangen, geadelt und geehrt,
Nach der alten Devise: Wer gut schmiert, der gut fährt.
Die Zukunft seh‘ ich rosig, die Kollegen schweigen still,
Weil von denen keiner vor den Untersuchungsausschuß will.
Und platzt der ganze Schwindel eines Tages, na wenn schon,
Dann geh‘ ich krankheitshalber vorzeitig in Pension.

Was kann schöner sein auf Erden...

Samstag, 17. März 2012

Ein Platz für Tiere: Das Merkel

Ein Platz für Tiere: Das Merkel / EXTRA 3 / NDR

Donnerstag, 15. März 2012

KenFM zum Video "Joseph Kony 2012"

KenFM über: Joseph Kony 2012

Samstag, 10. März 2012

Nockherberger Fastenpredigt

Eigentlich sehe ich Luise Kinseher gerne, aber als Fastenpredigerin "Mama" Bavaria autet sie sich, für meinen Geschmack, als zahnlose Tigerin auf Schmusekurs. Politisches Kabarett ist das für mich nicht. Da greife ich doch lieber in die Mottenkiste und erinnere an Bruno Jonas und Michael Lerchenberg als "Bruder Barnabas", sowie Django Asül.

Nockherberg 2010 Fastenpredigt komplett

Montag, 5. März 2012

Wortspiele sind HG. Butzkos Spezialität

Der Kabarettist HG. Butzko erläutert mit Hilfe von Metaphern unser zur Zeit herrschendes Wirtschafts- und Politiksystem.

Vorgauckeln

Zu empfehlen wäre da auch noch sein Buch: "Geld oder Leben - Eine Reise durch den Wirtschaftswahnsinn"
Selten habe ich beim Lesen soviel gelacht und gleichzeitig viele wertvolle Erkenntnisse gesammelt. 
Danke HG. Butzko.

Paulinchen